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Oktober 17, 2017

Was unterscheidet die System Platform von SCADA?

Rupert Krümpel
Rupert Krümpel

Sales Manager, Wonderware Software - Deutschland & Österreich, Schneider Electric Systems Germany GmbH


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Dezentrale Leitsysteme, die in der Lage sind, „Dinge“ in Automatisierungssysteme einzubinden, gibt es seit vielen Jahren. SCADA und HMIs bieten einen einfachen Echtzeit-Datenzugriff auf die E/A-Ebene sowie auf Zeitreihen-Informationen in Form historischer Daten. Brauchen wir also tatsächlich noch eine weitere Software- oder Industrieplattform?

Betrachten wir die Situation, wenn Sie Daten aus anderen Bereichen auswerten müssen – seien dies Daten der planmäßigen Wartung, Labordaten oder Standardverfahren für ein gestimmtes Gerät oder Betriebsmittel. Sehr häufig müssen Sie diese Daten erst umständlich in anderen Systemen suchen. Auf diese Weise verlieren Sie wertvolle Produktivität und Effizienz. Ohne es zu wollen, haben wir im Laufe der Jahre rund um MES-, SCADA-, PLS-Lösungen usw. regelrechte Automatisierungsinseln aufgebaut. Inwiefern macht nun die System Platform 2017 mit ihrer neuen Visualisierungs-Engine, InTouch OMI, den Unterschied?

Um den Geschäftswert zu maximieren – bei gleichzeitiger Minimierung der Kosten und Komplexität – ist ein neuartiges Konzept gefordert. Ein Konzept, das eine standardbasierte Infrastruktur für unternehmensweite Informationen bereitstellt, in die sich disziplinspezifische Anwendungen einfach „einklinken“. Für wertvolle Einblicke, sowohl vertikal innerhalb einer Disziplin als auch horizontal disziplinübergreifend.

Heutzutage kommen nützliche Daten in exponentiell steigender Menge aus ungezählten Quellen.  Der Aufbau herkömmlicher, an eine Disziplin gebundener Systeme bringt jedoch eine ganze Reihe offensichtlicher Probleme und Einschränkungen mit sich. Darüber hinaus ziehen derart abgeschottete Systeme viele „selbstgestrickte“ softwaretechnische Infrastrukturen nach sich, die unterstützt werden müssen. Daraus folgen wiederum höhere Kosten. Eine Ausdehnung dieser Architektur, ganz gleich in welchem Umfang, verschlimmert das Problem sogar noch.

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Die System Platform 2017 bietet demgegenüber einen einzigen Zugangspunkt und erfüllt damit die Bedürfnisse disziplinübergreifender Endanwender – vom Management bis zum Bedienpersonal. Damit nicht genug, bietet die System Platform 2017 bislang nicht verfügbare Methoden, um aus den Daten wertvolle Einblicke zu gewinnen, und das zu geringen Kosten.

InTouch OMI: Bedienungsumgebung zur unternehmensweiten Datennutzung

Wie gelangen wir also kontinuierlich vom Ist-Zustand zahlloser Automatisierungsinseln zum Idealzustand eines digitalen, informationstechnisch optimalen Unternehmens?

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Beim Industrial IoT, dem „industriellen Internet der Dinge“, geht es darum, die Daten sowohl horizontal als auch klassisch in vertikal abgeschlossenen Systemen zu nutzen. Dieses Ziel bildet den zentralen Wertansatz des IIoT. Genau wie die Sozialen Medien neue Wege der Kommunikation eröffnet und unser soziales wie berufliches Leben bereichert haben, wird InTouch OMI dasselbe für die Betriebsdaten leisten. 

Die entscheidende Anforderung an jede IIoT-Plattform lautet: sie muss die „Daten befreien“, um aussagekräftige Beziehungen zwischen den Daten zu ermöglichen – ganz ähnlich wie Facebook, Twitter, LinkedIn & Co. es für unsere persönlichen und beruflichen Beziehungen tun.

Die Plattform muss als Infrastruktur für Endanwender, Softwareanbieter, OEMs sowie Systemintegratoren dienen und deren Lösungen in beiden Richtungen der Integration unterstützen:

  1. vertikal (z.B. Produktionsanwendungen, taktische Anwendungen) und
  2. horizontal (z.B. disziplinübergreifende Optimierung, nahtlose Lieferkette).

Skalierbarkeit als wichtiger Bewertungsfaktor für IIoT-Plattformen

Es wurde schon viel geschrieben über moderne Automatisierungstrends wie Industrial IoT, Cloud, Mobilität und prädiktive Analysen. Der Skalierbarkeitsfaktor darf jedoch nicht übersehen werden. Skalierbarkeit bedeutet für ein System mehr, als klein anzufangen und dann zu wachsen. Es sind eine Reihe weiterer Kriterien zu beachten, von denen die meisten entscheidend für einen echten Investitionsschutz sind. Skalierbarkeit erfordert umfangreiche Planung und muss von Anfang an integrativer Teil des Systemdesigns sein.

„Skalierbarkeit darf keine nachträgliche Überlegung sein. Vielmehr müssen Anwendungen und Plattformen im Hinblick auf ihre Ausbaufähigkeit konzipiert werden, sodass hinzukommende Ressourcen tatsächlich die Leistung verbessern„“ – Werner Vogels, CTO - Amazon.com

Ein wirklich skalierbares System erfordert eine genaue Abstimmung der Unternehmensbereiche, Menschen, Prozesse und Software-Architekturen. Im Folgenden die Dimensionen der Skalierbarkeit, die Unternehmen bei der Auswahl einer Industrie-Plattform beachten sollten.

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  • Vertikal: Enge Kopplung mehrerer System auf integrative Weise. Dies bedeutet die Integration mit Systemen auf derselben Ebene wie Historian-, MES-, PLS-, Workflow-, Laborinformations- und Mobilitätslösungen.
  • Horizontal: Verleiht jedem verknüpften System mehr Effizienz. Erfordert die Integration mit Systemen auf Unternehmensebene wie ERP-Lösungen, Supply Chain Automation und Enterprise Asset Management.
  • Funktional: Ausbau kleiner Systeme zu großen Systemen. Hier geht es um schrittweise Weiterentwicklung sowie gesteigerte Kapazität, Qualität und Energieeffizienz. Von der einzelnen Anwendung oder Maschine zu einer vernetzten Lösung oder einem Netzwerk aus mehreren Standorten.
  • Geographisch: Implementierung an einem Standort, einer Region bis zu mehreren Standorten oder Regionen. Hierbei muss Raum für unterschiedliche Sprachen und Vorschriften vorgesehen werden, ohne dass die Anwenderfreundlichkeit oder Leistung darunter leiden.
  • Betrieblich: Effizientes Arbeiten. Wiederverwendung von planerischen Ergebnissen, Best Practices und Standards – werks- und projektübergreifend.

Wichtig ist zu bedenken, dass eine Erweiterung des Systems mit minimalem Arbeits- und Kostenaufwand erst den Nachweis über gute Skalierbarkeit liefert. Ein System oder eine Software-Architektur, bei der schon ein kleines Upgrade einen erheblichen Zeit-, Arbeits- und Kostenfaktor darstellt, ist kein wirklich skalierbares System.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Um eine unternehmensweite Informationsverfügbarkeit zwischen den neuen Datenquellen („Dingen“), älteren Systemen, Unternehmenssystemen, Webbrowsern und Cloud-Diensten herzustellen, bedarf es einer skalierbaren Industrieplattform, die uns von den Automatisierungsinseln zum nahtlos digitalen Unternehmen bringt. 

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